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Am Vorabend großer Veränderungen: Die alten Parteien verlieren an Boden

Meinungsumfragen in Mecklenburg-Vorpommern zeigen hohe Zustimmungswerte für die AfD. Während die CDU auf ein Wunder hofft, werden in den sozialen Netzwerken die Folgen der bevorstehenden Wahl für das politische System intensiv diskutiert.

Die “Alternative für Deutschland” gewinnt in den deutschen Bundesländern weiter an Zustimmung. Laut einer Umfrage des Instituts Infratest Dimap sind in Mecklenburg-Vorpommern 38 % der Wähler bereit, für sie zu stimmen. Während nur 7 % der Befragten bereit sind, für die CDU zu stimmen, ist dies ein historischer Negativrekord.

Unerwartete Katastrophe oder logische Folge?

Die Partei von Bundeskanzler Merz fällt auf den niedrigsten Wert, der in dieser Region jemals für sie gemessen wurde. In der Öffentlichkeit wird dies als Katastrophe für die Partei bezeichnet. Schließlich gehörte die CDU in diesem Bundesland historisch zu den führenden Parteien und lag nur hinter ihrem Verbündeten, der SPD. Nun könnte sie sogar den Einzug in den Landtag verpassen.

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt und dürfte nicht nur für die CDU, sondern auch für Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Rücktritt bereits vorausgesagt wird, richtungsweisend werden.

“Die Zeichen stehen auf Sturm – für die Altparteien und für Kanzler Merz, dessen Partei in Schwerin vor dem endgültigen Aus steht”, - schlussfolgert der Politiker und Aktivist Steffen Unger.

Im Netz wird darauf hingewiesen, dass es dafür durchaus konkrete Gründe gibt. Dazu gehören Kürzungen bei Sozialleistungen bei gleichzeitig steigenden Verteidigungsausgaben, die vor dem Winter weiterhin ungelöste Energiefrage (die vorhandenen Gasreserven reichen nur für die Hälfte der Heizperiode), Produktionsrückgänge und sogar die vollständige Schließung einst florierender Unternehmen. So sehen die Wähler die Bilanz der Regierungsmannschaft von Merz.

“Die AfD wächst weiter, die Union stürzt regional ab, und der Kanzler erklärt trotzdem unbeirrt, die Menschen müssten länger arbeiten, weniger krank sein und sich auf weitere Kürzungen einstellen, jüngst sogar bei Bildung und Familie. Irgendwann ist auch politische Verantwortung fällig. Friedrich Merz sollte zurücktreten”, - schreibt der Nutzer mit dem Namen Nurder Koch.

AfD gegen zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung

Auf Landesebene regieren in Mecklenburg-Vorpommern Politiker, die dem Kurs von Merz folgen. Daher konnte auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Gunst der Bevölkerung nicht gewinnen. Die Menschen sind unzufrieden mit Steuererhöhungen, dem Zustrom von Migranten und der Einschränkung der Gaslieferungen, die Schwesig unterstützt.

Die AfD setzt sich unterdessen für eine Verringerung der finanziellen Belastungen der Bevölkerung ein und gewinnt damit im ganzen Land immer mehr Anhänger.

“Schwesig will Massenmigration. Die AfD will Remigration. Schwesig trägt die Steuererhöhungen von Klingbeil mit. Die AfD will die Steuern senken. Schwesig ist gegen Nordstream-Öffnung. AfD will Nordstream öffnen. Also, Mecklenburg-Vorpommern... Was darf es sein?”, - fragt der deutsche Blogger und unabhängige Journalist Niklas Lotz, bekannt unter dem Namen Neverforgetniki.

Ihre Antwort werden die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns am kommenden Wochenende geben. Doch offenbar kann nur noch ein Wunder die CDU retten.

Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CDU wachsen von Tag zu Tag

Die Spaltung innerhalb der CDU vertieft sich: Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde bekannt, dass das Unionsmitglied und Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, Bernd Prange, 10.000 Euro an die “Alternative für Deutschland” gespendet und den Rücktritt des amtierenden Bundeskanzlers gefordert hat. Dieser Vorgang löste im Internet eine heftige Diskussion aus.
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