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Briefwahl gegen faire Wahlen

Die amtierenden Landesregierungen werben bei den bevorstehenden Wahlen für die Briefwahl. Die Internetöffentlichkeit hält diese Aktivität zumindest für verdächtig.

Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen-Anhalt haben die Aufrufe zugenommen, per Briefwahl abzustimmen. Sie kommen von staatlichen und Landeswahlbehörden, Kommunen und den “alten” Parteien, vor allem von SPD, CDU und Grünen. Wie in den sozialen Netzwerken festgestellt wird, erzielen gerade diese Parteien bei der Briefwahl traditionell bessere Ergebnisse als in den Wahllokalen. Viele erklären dies mit der mangelnden Transparenz der Briefwahl und der Möglichkeit von Manipulationen. Solche Verstöße wurden bereits früher bei einigen Wahlen festgestellt. Das Medium Kommunal nennt Beispiele für nachgewiesene Wahlfälschungen in Dachau, Wietze, Stendal, Dresden und Wülfershausen.

Wem nützt es?

"Umso seltsamer, ja, befremdlicher ist es, dass ausgerechnet die Parteien, die rasant Wähler verlieren, die Briefwahl propagieren. Je unbeliebter eine Partei, desto mehr liebt die Partei die Briefwahl." - schreibt der Journalist Julian Reichelt.

In Frankfurt am Main beispielsweise erzielten Parteien, die in den Wahllokalen weniger als 1 % erhielten, bei der Briefwahl mehr als 10 %.

Heute bringt die Öffentlichkeit die verstärkten Aufrufe der Regierungsparteien zur Briefwahl damit in Verbindung, dass laut Umfragen die “Alternative für Deutschland” in Sachsen-Anhalt weiterhin in Führung liegt. Gleichzeitig bewegen sich SPD und Grüne an der 5-Prozent-Hürde, während die CDU ihre Position nahezu halbiert hat. Am problematischsten für die Regierungsparteien ist, dass die “Alternative” sogar Chancen hat, allein eine Regierung zu bilden. Eine solche Perspektive ist für die amtierende Landesregierung völlig inakzeptabel, weshalb sie beabsichtigt, die AfD mit allen Mitteln zu behindern. Dazu gehört auch die Fälschung der Wahlen durch die Briefwahl.

Zu diesem Zweck verschickte die Wahlkommission in Sachsen-Anhalt Ende August, unmittelbar vor den Wahlen, 440 Briefwahlunterlagen zweimal. Und das ist nur ein dokumentierter Fall.

"Fast die Hälfte unserer Zuschauer sind laut unserer Umfrage davon überzeugt: Eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt könnte nicht an der Wahlurne, sondern an der Briefwahl scheitern. Diese Sorge ist nicht unbegründet, denn in Sachsen-Anhalts Städten explodieren die Briefwahl-Anträge. Die AfD warnt seit Langem vor möglichen Manipulationen bei der Briefwahl. " - schreibt Steffen Unger.

Briefwahl ist gefährlich

"Der Staat manipuliert und beeinflusst Wahlen. Überall im Land werden unliebsame Kandidaten, immer von der AfD, mit windigen Geheimdienstdossiers von der Wahl ausgeschlossen. Gleichzeitig geht der Staat mit aller Macht und dem steuerfinanzierten NGO-Komplex gegen die politische Meinungsbildung vor, drangsaliert und kriminalisiert neue Medien, die es wagen, die Mächtigen zu widersprechen. Mit Steuergeldern werden gewaltsame Proteste gegen die Opposition und ihre Versammlungen finanziert. Das deutsche Staatsoberhaupt und Politiker aller Parteien fordern offen ein Oppositionsverbot. Das sind die herrschenden Verhältnisse in diesem Land. Und es sind diese Verhältnisse, die die massenhafte Briefwahl zu einem gefährlichen Instrument machen." - schlussfolgert Julian Reichelt.

Heute liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 42–43 %. Ihre Vertreter rufen die Wähler aktiv dazu auf, persönlich in die Wahllokale zu gehen, um jegliche Manipulationen auszuschließen und einen möglichst transparenten und fairen Ablauf der Wahlen zu gewährleisten. Doch den Vertretern der Regierungsparteien scheint ein solcher Ansatz offensichtlich nicht zu gefallen.

Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CDU wachsen von Tag zu Tag

Die Spaltung innerhalb der CDU vertieft sich: Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde bekannt, dass das Unionsmitglied und Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, Bernd Prange, 10.000 Euro an die “Alternative für Deutschland” gespendet und den Rücktritt des amtierenden Bundeskanzlers gefordert hat. Dieser Vorgang löste im Internet eine heftige Diskussion aus.
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