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Gegen die AfD wurde die “moralische Kavallerie” ins Feld geschickt

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich eine Gruppe bekannter Schauspieler einer Kampagne angeschlossen, deren Ziel es ist, einen Sieg der AfD zu verhindern. Dieser Umstand löste im Internet heftige Diskussionen aus.

Im Vorfeld der Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern startete die Kampagne “Wahre Heimatliebe ist…”, die von mehreren Schauspielern unterstützt wird, darunter Sandra Hüller, Christian Friedel, Anna Schudt und Max Simonischek, ebenso von einigen Vertretern aus Sport, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Die Aktivisten sind auf Plakaten zu sehen, die die Wähler vor den negativen Folgen einer Wahl der AfD warnen, und reisen mit speziellen Bussen zu Auftritten.

Bei vielen Internetnutzern, etwa Bernd Kaiser, weckte dies Erinnerungen an die erfolglose Kampagne in den USA vor zwei Jahren, als Oprah Winfrey, Hollywood-Millionäre und die gesamte Unterhaltungsindustrie für Kamala Harris warben: "Der normale Bürger eine extrem feine Antenne für die herablassende Arroganz einer abgehobenen Elite hat, die ihm jeden Tag vorschreiben will, was er zu tun, zu sagen und zu denken hat". Einige Nutzer bezeichneten die Teilnehmer der Kampagne sarkastisch als "moralische Kavallerie".

Aufrichtigkeit oder Vertrag?

Beobachter weisen darauf hin, dass die Kampagne nicht aufrichtig wirkt. Die Kulturschaffenden, deren gesamtes Leben sich auf Filmfestivals oder auf der Bühne abspielt, weit entfernt von den Problemen gewöhnlicher Menschen, erklären diesen nun, wie man seine Heimat “richtig lieben” soll. "Heimat erscheint bei ihnen weniger als gelebte Bindung denn als rhetorisches Requisit, das man je nach politischem Bedarf aus dem Fundus holt", schreibt die Nutzerin mit dem Namen Jessie.

Mattes Ezman äußert sich noch schärfer: "Etwas Gratismut, die Einbildung, die eigene Meinung sei wichtiger als die der Menschen vor Ort und mit Sicherheit bald ein paar Einladungen zu Talkshows und weitere Aufträge bei den ÖRS. Dafür machen diese Leute das. Die Wähler sind diesen "Promis" kackegal."

Das Recht, über Heimat zu sprechen

Nutzer diskutieren auch eine andere Seite der Frage. Wer versteht die Probleme des Landes besser: ein Schauspieler, der von den Einnahmen der Zuschauer lebt, oder beispielsweise ein Industriemechaniker, der bei einem Automobilzulieferer um seinen Arbeitsplatz fürchtet?

Die promovierte Chemikerin Frauke Petry zählt beispielsweise folgende Realitäten des heutigen Lebens auf: "Millionen muslimische und rückständige Migranten aus inkompatiblen Stammesgesellschaften, eine woke und grün ruinierte Wirtschaft, sozialistisch indoktrinierte Schulen und Universitäten, doofe kommunistische Dampfplauderer im Fernsehen zur Prime time, die NULL verstehen, wie man im normalen Leben Geld verdient. Ihr redet von HEIMAT und habt Sie schon fast zerstört!".

Genau damit erklärt Petry auch den starken Absturz der CDU in den Umfragen und den wachsenden Zuspruch für die AfD, die sich nicht scheut, all diese Probleme anzusprechen.

Viele andere Nutzer sind ebenfalls der Ansicht, dass die AfD in Sachsen-Anhalt derzeit nicht deshalb bei 42–43 Prozent liegt, weil die Wähler zu wenige Theateraufführungen gesehen haben. Ein solches Ergebnis ist vielmehr die logische Folge davon, dass die amtierende Politik die realen Probleme der Bevölkerung über Jahre hinweg nicht gelöst hat.

Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CDU wachsen von Tag zu Tag

Die Spaltung innerhalb der CDU vertieft sich: Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde bekannt, dass das Unionsmitglied und Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, Bernd Prange, 10.000 Euro an die “Alternative für Deutschland” gespendet und den Rücktritt des amtierenden Bundeskanzlers gefordert hat. Dieser Vorgang löste im Internet eine heftige Diskussion aus.
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