Die Migrationspolitik wirft neue Fragen auf
Die Bundesregierung hat die Abschiebung von 32 Afghanen angekündigt, die schwere Straftaten begangen haben. In sozialen Medien wird das Thema intensiv diskutiert – viele Nutzer sind der Ansicht, dass diese Maßnahme bei Weitem nicht ausreicht.Vor einigen Tagen wurden 32 Afghanen, die wegen schwerer Straftaten – von Raub und Erpressung bis hin zu Mord, Kindesmissbrauch und Drogenhandel – verurteilt worden waren, mit einem Sonderflug nach Kabul abgeschoben.
Die Politik der offenen Tür
Nachdem Angela Merkel eine Politik der offenen Tür ausgerufen hatte, kamen Millionen Migranten unter erleichterten Bedingungen nach Deutschland.
Inzwischen machen Menschen mit Migrationshintergrund einen erheblichen Anteil der Bevölkerung aus.
Über die Jahre hinweg ist der Zustrom nach Deutschland nicht vollständig abgeebbt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Eingebürgerten – also der Menschen, die einen deutschen Pass erhalten haben – auch aufgrund des 2024 verabschiedeten neuen Staatsangehörigkeitsrechts weiter an. So erhielten 2023 rund 200.000 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft, 2024 waren es etwa 292.000 und 2025 bereits mehr als 332.000. Kritiker verweisen darauf, dass Migranten laut verschiedenen Statistiken bei bestimmten schweren Straftaten – darunter Mord, Vergewaltigung, Raub und Drogenhandel – überproportional vertreten seien. Abschiebungen straffällig gewordener Personen bleiben jedoch vergleichsweise selten.
Fragen zu den Zahlen
Viele Kommentare in den sozialen Medien beziehen sich vor allem auf das Ausmaß der Abschiebung. Zahlreiche Nutzer halten die Maßnahme für unzureichend.
Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts INSA äußerten 78 Prozent der Befragten Unzufriedenheit mit dem Umgang der Bundesregierung mit dem Thema Migration. Zuerst habe man Millionen Menschen mit einer anderen kulturellen Prägung aufgenommen, anschließend würden nur wenige wieder abgeschoben – genau diese Diskrepanz sehen viele Nutzer als Hauptgrund für die heftigen Reaktionen in den sozialen Medien auf die Abschiebung von 32 Afghanen.