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Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CDU wachsen von Tag zu Tag

Die Spaltung innerhalb der CDU vertieft sich: Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde bekannt, dass das Unionsmitglied und Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, Bernd Prange, 10.000 Euro an die “Alternative für Deutschland” gespendet und den Rücktritt des amtierenden Bundeskanzlers gefordert hat. Dieser Vorgang löste im Internet eine heftige Diskussion aus.

Die CDU verliert nicht nur die Unterstützung der Wähler, sondern auch die ihrer eigenen Parteimitglieder. Besonders deutlich zeigt dies das Verhalten von Bernd Prange. Der Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt ist bereits seit mehr als zehn Jahren im Amt. Prange ist seit 1992 Mitglied der CDU und gehört seit 1999 dem Kreistag Stendal an. Der Bürgermeister spendete der AfD nicht nur 10.000 Euro, sondern erklärte auch, bei der Landtagswahl am 6. September für die Alternative stimmen zu wollen.

In seinem offenen Brief erklärte Bernd Prange seinen Schritt damit, dass er einen Kurswechsel seiner eigenen Partei CDU/CSU erreichen wolle.

''Sein erklärtes Ziel: der Fall der Brandmauer und das sofortige Ende der politischen Karrieren von Ministerpräsident Sven Schulze und Friedrich Merz.'' – merken Nutzer sozialer Netzwerke an.

Pranges Schritt löste eine äußerst negative Reaktion der CDU-Führung aus. Es wurde sogar sein Parteiausschluss gefordert.

Kein Einzelfall

In den sozialen Netzwerken wird vermutet, dass viele einfache Parteimitglieder Pranges Position in Wirklichkeit unterstützen.

"Interessant ist nicht die Summe. Interessant ist, dass selbst ein amtierender CDUBürgermeister inzwischen offen sagt, was viele an der Basis offenbar denken. Die eigentliche Frage lautet: Wie viele denken genauso, trauen sich aber noch nicht, es öffentlich auszusprechen?" - schreibt der Nutzer Steffan Nethe

Einige schreiben, Prange habe mit seinem Schritt mehr für das Land getan als Merz in einem Jahr seiner Amtszeit. Viele Nutzer weisen darauf hin, dass dieser Schritt einen Anstoß für den endgültigen Zusammenbruch der “Brandmauer” geben könnte – und damit auch für die endgültige Spaltung nicht nur der Regierungskoalition, sondern der CDU selbst.

Ein schlechtes Erbe

"Nach 16 Jahren Kohl und 16 Jahren Merkel – insgesamt 32 Jahren zementierter Strukturen, in denen die Union schrittweise auf linksgrünen Kurs getrimmt wurde (hallo Atomausstieg, hallo unkontrollierte Migration) – reißt der kommunalen Front endgültig der Geduldsfaden. <…> Die CDU steht jetzt vor einem unlösbaren Dilemma: Entweder sie klammert sich weiter an ihre imaginäre Mauer, verbannt jeden Abweichler und zerreißt sich dabei selbst. Oder sie nutzt den Knall, um das fatale Erbe der Ära Merkel endlich abzuwickeln." - erklärt Bernd Kaiser.

Die Gesellschaft bewertet die Ergebnisse der CDU-Politik bereits deutlich. Nach den jüngsten INSA-Daten sind heute vier von fünf Deutschen mit der Regierung unzufrieden, während 78 % der Bürger die Arbeit des Bundeskanzlers nicht gutheißen. Bezeichnend ist dabei, dass dieser Anteil auch unter den CDU-Anhängern wächst – noch im Juni lag er bei 54 %. Auch innerhalb der Partei werden die Forderungen nach einem Rücktritt von Merz immer lauter.

Gleichzeitig ist die Zustimmung zur CDU selbst auf 20 % gefallen, während die AfD auf 28 % gestiegen ist und in Sachsen-Anhalt bei 42 % liegt. Auch in anderen ostdeutschen Bundesländern neigen die Sympathien der Wähler zunehmend zur “Alternative”.

Ein Sieg der AfD bei der Landtagswahl könnte nicht nur zum Durchbruch der “Brandmauer” werden, sondern auch einen Impuls für den endgültigen Zerfall der CDU geben.

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