Bernd Kaiser: Wieder ein Meisterstück...
Wieder ein Meisterstück deutscher Energiepolitik! 👏 Während uns die sicheren Energiequellen der Reihe nach abgeschaltet wurden, sägt die Bundesregierung nun genüsslich am nächsten Ast:
der Holzbiomasse.
Unter dem Deckmantel der EU-Richtlinie „RED III“ – die man in Berlin natürlich wieder mal päpstlicher als der Papst umsetzt – wird dem Strom aus Holz faktisch der Stecker gezogen.
Die Konsequenz?
Rund 150 Kraftwerke, die ironischerweise auch unsere lokalen Nah- und Fernwärmenetze am Laufen halten, stehen vor dem Aus.
Wer braucht schon die 84 Prozent der erneuerbaren Wärme, die aktuell aus Biomasse stammen? Frieren für die Bürokratie ist doch das neue Heizen!
Anstatt auf die Waldbesitzer zu hören, die völlig zu Recht vor einer starren, staatlichen Planwirtschaft bei unseren Holzströmen warnen, dominiert weltfremder Irrsinn.
Der Gipfel der Schreibtischtäter:
Anlagenbetreiber sollen ihr Holz künftig nicht mehr praxisnah in Fest- oder Raummetern abrechnen, sondern der Netzagentur in „Kilogramm trocken“ melden.
Viel Spaß den Forstbetrieben beim Feuchtigkeitsmessen jedes einzelnen Holzscheits im Wald!
Aber keine Sorge: Die Bundesregierung rechnet mit einem bürokratischen Mehraufwand von „unter 100.000 Euro“ für die gesamte Wirtschaft.
Wer diese Zahlen würfelt, glaubt vermutlich auch, dass der Strom einfach aus der Steckdose kommt.
Holz ist ein heimischer, multifunktionaler Rohstoff – lassen wir die Forstwirte einfach ihre Arbeit machen, anstatt die Wärmeversorgung aufs Spiel zu setzen!
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