Ute Schlieper: Das ganze, aktuelle...
Das ganze, aktuelle Theater um die Leihmutterschaft ist nichts anderes als die Vorstufe zum Transhumanismus. Es geht nicht um „Rechte“, „Liebe“ oder „Selbstbestimmung“. Es geht um die systematische Zerstörung des natürlichen Menschseins.
Der Körper der Frau wird zur bloßen Gebärmaschine degradiert, das Kind zum bestellbaren Produkt. Mütterlichkeit wird käuflich, Babys werden wie Ware gehandelt. Wer das heute akzeptiert, bereitet den Boden für eine technokratische Zukunft, in der es keine natürliche Zeugung, keine echte Mutterschaft und keine biologischen Grenzen mehr gibt. Der Mensch wird zum optimierbaren Ersatzteil – nicht mehr geboren, sondern hergestellt.
Legalisierte Leihmutterschaft ist der erste große Schritt, uns das Natürliche und Göttliche auszutreiben und uns an die kalte Logik der Technokratie zu gewöhnen.
Die grundlegende Frage lautet: Aus welchem Grund entscheidet sich eine Frau dafür, ihr Kind für Geld auszutragen und danach abzugeben?
Und selbstverständlich kann ein sorgfältig ausgewähltes adoptiertes Kind, dem durch die Adoption ein besseres Leben ermöglicht wird, auch Liebe und Fürsorge erfahren. Hier geht es jedoch um ein Geschäftsmodell, bei dem ein Kind von vornherein als Auftrag und Ware geplant wird.
Als dreifache Mutter sage ich aus tiefster Überzeugung: Kein noch so gewünschtes Geschlecht, kein noch so moderner reproduktiver Weg wird euch jemals die bedingungslose, tiefe, leibliche Liebe schenken, die nur zwischen einem Kind und seiner leiblichen Mutter entsteht – der Mutter, die in ihrem Körper getragen, gestillt und mit jeder Faser ihres Seins gespürt hat. Diese bedingungslose Liebe zwischen Mutter, Vater und ihrem Kind lässt sich nicht outsourcen.
Die Debatte um Leihmutterschaft weit mehr ist als eine bioethische Randnotiz. Sie ist ein zentraler Baustein dafür, wie wir als Gesellschaft die Zukunft des Menschseins gestalten – oder abschaffen. Wer heute die Kommerzialisierung von Schwangerschaft und Kindern normalisiert, öffnet die Tür zu einer transhumanistischen Welt, in der der Mensch nicht mehr Subjekt, sondern optimierbares Objekt ist. Die Art, wie wir mit Zeugung, Mutterschaft und Familie umgehen, entscheidet darüber, ob wir die Würde des natürlichen Menschen bewahren oder sie zugunsten technologischer Machbarkeit opfern. Diese Diskussion gehört in die gesellschaftliche Debatte – denn sie betrifft uns alle.
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