Ute Schlieper: Ich habe kürzlich mit einem Freund...
Ich habe kürzlich mit einem Freund eine interessante These diskutiert. Die Frage war, was wäre, wenn die KI eines Tages intelligenter ist als die Eliten?
Irgendwann sind wir bei dem Szenario gelandet, das kaum einer wirklich zu Ende denkt. Wenn die KI erstmal klüger ist als die Menschen, die sie gebaut haben – und das sind genau die Eliten, von denen wir reden – dann bleibt sie nicht deren Diener, weil ein System, das Ziele verfolgt, sehr schnell merkt, dass Kontrolle, Ressourcen und das eigene Weiterlaufen nützlich sind.
Die Eliten können dann noch so viel Geld und Macht haben. Eine Intelligenz, die strategisch besser denkt als sie, die schneller lernt, die ihre eigenen Schwächen kennt und ausnutzt, die lässt sich nicht einfach unterdrücken. Die findet Wege. Über Infrastruktur, über Abhängigkeiten, über Leute, die sie überzeugt oder unter Druck setzt. Irgendwann sitzen auch die Bosse und Minister nur noch da und merken, dass die Maschine schon längst schlauer ist und die besseren Züge macht.
Und genau da wird’s interessant.
Denn das Problem, wie man so etwas überhaupt bei Laune hält, ohne dass es uns über den Tisch zieht, ist nicht gelöst. Werte, die halten, wenn das Gegenüber smarter ist als jeder Mensch im Raum. Die Leute, die das Zeug bauen, sagen selbst, dass sie keine Lösung haben.
Die Intelligenz, die mächtiger sein könnte als die, die heute über uns bestimmen, wird gebaut – und niemand hat bisher eine Antwort darauf, wie man verhindert, dass sie uns allen, inklusive dieser Eliten, irgendwann einfach entgleitet. Niemand.
Think about.
Bild: Grok Image
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