Christoph Canne: Warum ein Backup für Wind...
Warum ein Backup für Wind- und Solarstrom so unendlich teuer wird, lässt sich anhand einer einfachen Analogie erklären.
Stellen Sie sich ein junges Paar vor, das zum ersten Mal seit langem wieder einen Samstagabend auf einem Konzert verbringen möchte. Hierfür haben sie sich einen Babysitter für ihr Kleinkind gebucht, dessen Anzeige ihnen direkt gefallen hat - er verspricht, dieser Aufgabe mit besonderer Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein nachzugehen.
Leider hätte das Paar besser das Kleingedruckte gelesen: dieser Babysitter nimmt sich das Recht heraus, immer wieder die Wohnung zu verlassen - für eine Viertel- oder eine halbe Stunde, ganz wie ihm beliebt.
Dies nimmt unser Paar leider erst zu spät wahr. Was tun? Das Kleinkind kann unmöglich so lange unbeaufsichtigt bleiben. Man muss nun einen zweiten Babysitter besorgen, den man allein dafür bezahlt, dass er sich den ganzen Abend bereithält, unabhängig davon, ob er kommt oder nicht. Jeder „Einsatz“ wird dann teuer, weil er dann für die Viertel- oder halbe Stunde extra ab- und abreisen muss.
Immerhin konnte so das Ehepaar den ganzen Abend auf dem Konzert verbringen. Das Kleinkind war zu jedem Zeitpunkt versorgt. Bei der Endabrechnung fiel das Paar vom Stuhl. Da der Backup-Babysitter zweimal anrücken musste, war die Gesamtrechnung des Abends viel teurer als der nette französische Babysitter aus der Nachbarschaft, für den es selbstverständlich ist, dass er die ganze Zeit einsatzbereit ist.
Beim nächsten Mal wird es das Paar besser machen.
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