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Christoph Canne: Zwei aktuelle Artikel...

Zwei aktuelle Artikel, die die zerstörerische Absurdität der Klimapolitik deutlich machen: 1⃣Daimler-Truck-CEO Rådström sieht die europäische Nutzfahrzeugindustrie durch die verschärften EU-CO₂-Vorgaben für schwere Lkw existenziell bedroht. Bis 2030 sollen die Emissionen um 45% gegenüber 2019 sinken. Dazu müssten 35% aller neu zugelassenen Lkw batterieelektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden, aktuell liegt der Anteil bei 2%. Bei Verfehlung des Ziels fallen pro verfehlten Prozentpunkt beim CO₂-Ziel etwa 120 Millionen Euro Strafzahlungen an. Ein Verfehlung um 10%p würde den kompletten Gewinn von Daimler Truck aufzehren. https://heise.de/news/Daimler-Truck-Chefin-warnt-vor-existenziellen-Folgen-der-EU-CO-Regeln-11362830.html 2⃣ Ein badischer Tankstellenunternehmer möchte Ladesäulen für E-LKWs bauen. Selbst für zwei Ladesäulen à 1 MW erhält er keine Zusage: der lokale Netzbetreiber kann den Strom nicht zur Verfügung stellen. https://tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-netzengpass-kein-strom-fuer-neue-e-lkw-ladesaeulen-100.html
Christoph Canne: Zwei aktuelle Artikel...
https://x.com/ChristophCanne/status/2077339654160781604

Christoph Canne: Die EU Kommission bastelt...

Die EU Kommission bastelt an einem neuen planwirtschaftlichen Monstrum: 46% des Endenergiebedarfs sollen 2040 durch Elektrizität erbracht werden (aktuell 23%) und dies soll selbstverständlich durch die systemisch teuren Quellen Wind und Solar erfolgen. Frau von der Leyen verkündete mit illusionärem Eifer: „Heute schlagen wir vor, Europa zum ersten elektro-betriebenen Kontinent der Welt zu machen.“ Sie redet dabei von dem Kontinent, dem der von ihr vorangetriebene "Green New Deal" bereits jetzt dramatische Wohlstandsverluste eingebracht hat. Das Muster wird sicherlich wie gehabt in der planwirtschaftlichen Brüsseler Politik ablaufen: Breit diskutiert werden solche Vorhaben nicht, sondern schnell in Verordnungen gegossen, die eine Flut an neuer Bürokratie und drakonische Strafen für Planverfehlungen vorsehen werden. Dieser Moloch in Brüssel ist nicht reformierbar.

Christoph Canne: Die Menge an Müll aus Rotorblättern...

Die Menge an Müll aus Rotorblättern wächst gemäß UBA in den nächsten Jahren auf 50.000 t p.a. Da sind kreative Lösungen zur Entsorgungsproblematik gefragt. Eine solche Lösung besteht darin, abgebaute Windkraftanlagen zum Weiterbetrieb in die Ukraine zu exportieren: Man kann sich in der Öffentlichkeit als Unterstützer des vom Krieg geschundenen Landes präsentieren und hat mit der dann später anfallenden Entstorgungsthematik nichts mehr zu tun. Eine Vorgehensweise, die auch in Deutschland schon seit einigen Jahren angewendet wird: Ausgemusterte Anlagen werden in die osteuropäischen Länder und nach Namibia exportiert. Die Entsorgungsfrage richtet sich dann nach den lokalen Gesetzen und es bedarf wenig Phantasie, wie dies in der Praxis wohl in den meisten Fällen erfolgen wird.

Christoph Canne: Ein neuer Artikel von McKinsey...

Ein neuer Artikel von McKinsey beschreibt die globale Renaissance der Kernkraft. Der hohe Bedarf nach KI-Rechenzentren und der fortgesetzte Trend zur Elektrifizierung sorgen für konstanten Nachfragedruck nach Strom. Die Kosten sind - insbesondere wenn man dies im Vergleich zu Solar und Wind mit ihren extrem hohen Systemkosten sieht - sehr attraktiv: McKinsey errechnet am Beispiel Südkoreas für neugebaute Kernkraftwerke mit Kosten von 6,5 ct/kWh. Und dieser Strom ist 24/7 verfügbar. Für Industrienationen - oder solche, die es bleiben möchten - wird hieran kein Weg vorbeiführen.