Yvonne Kussmann: Guten Morgen zusammen...
Guten Morgen zusammen,
heute vor sieben Jahren, am 29. Juli 2019 wurde der damals 8 Jahre alte Leo S. im Hauptbahnhof Frankfurt zusammen mit seiner Mama Bianca vor einen Zug gestoßen. Beide waren auf dem Weg in den Urlaub. Leo überlebte diesen Angriff nicht, seine Mutter konnte sich retten, musste den Mord an ihrem Sohn mit ansehen. Täter ist ein Eritreer, der bereits 2006 als Flüchtling in die Schweiz kam und seitdem dort lebte. Die Flucht vor der Schweizer Polizei führte ihn nach Frankfurt.
Im späteren Prozess wurde die Schuldunfähigkeit des Täters festgestellt und die dauerhafte Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie angeordnet.
Die Staatsanwaltschaft klagte den Täter nicht wegen Mordes an, sondern stufte dieses schreckliche Verbrechen lediglich als Totschlag ein. Der Täter habe einen Menschen getötet, ohne Mörder zu sein, so die Begründung der Staatsanwaltschaft.
Ganz Deutschland stand gefühlt still an diesem Tag. Der damalige Innenminister Seehofer brach seinen Urlaub ab. Bundeskanzlerin Merkel flog am Nachmittag desselben Tages mit einem Hubschrauber in den Urlaub nach Südtirol, ohne ein Wort über dieses Verbrechen zu verlieren.
Ich behalte den Verbleib solcher Täter im Blick, daher frage ich regelmäßig an, ob die Vollstreckung der Maßregel noch andauert. Der Täter ist aktuell weiterhin in einer forensisch-psychiatrischen Klinik in Hessen untergebracht. Ob er Lockerungen in Form von Ausgängen außerhalb des Klinikgeländes erhält, wollte man mir auf Anfrage wegen der Persönlichkeitsrechte und der ärztlichen Schweigepflicht nicht sagen.
https://x.com/YveK22/status/2082356853854314779