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Daniel Gugger: 888 In Gaza brach Jubel aus...

888 In Gaza brach Jubel aus, als Spanien den Siegtreffer in der Nachspielzeit schoss. Massen guckten in den Zeltlagern auf Leinwänden das WM-Finale, mit überwältigender Mehrheit auf Seiten Spaniens. Public Viewings organisiert von humanitären Hilfsvereinen. Momente der Freude und der Ablenkung. „Für wen sonst soll ich sein? Spanien hat sich sehr stark für uns eingesetzt. Wir wollen, dass sie sich freuen“, sagt der 17-jährige Husam im Flüchtlingslager Bureij. Ein Bild prägt das Internet aktuell weltweit beim Jubel für Spanien: Spaniens Superstar Lamine Yamal, der bei der Siegesfeier des FC Barcelona im Mai die Flagge Palästinas schwenkte. Im Flüchtlingslager Shati in Gaza ziert dieses Bild Trümmer. International wirkte das Spiel Argentinien-Spanien deshalb auch ein bisschen wie Israel-Palästina. Aber einige in Gaza sind auch niedergeschlagen. Denn auch dort gibt es Messi-Fans. So schwarz-weiß ist das Bild in Gaza selbst also nicht. Diese WM war politisiert und umstritten. Die Unterstützung des israelischen Genozids in Gaza durch Gastgeber USA; der parallel laufende Angriffskrieg gegen den Iran; die rassistischen Einreisesperren für Schiedsrichter, Teammitglieder und Journalisten; die Verfolgung von Minderheiten durch die Einwanderungsbehörde ICE; die Hetztiraden des US-Präsidenten Trump gegen mehrere WM-Teilnehmer; die Nähe des FIFA-Präsidenten Infantino zu Trump, die überhöhten Ticketpreise. Die Liste ist lang. Eine Kritik tauchte zuletzt oft auf. Unsportliches Verhalten von argentinischen Spielern und kontroverse Schiedsrichter-Entscheidungen führten zu Vorwürfen gegen die FIFA, die Spiele für Argentinien zu erleichtern. Dass US-Präsident Trump eine Nähe zu Argentiniens Präsidenten, Javier Milei, pflegt, bestärkte die Eindrücke. Auch dass Israels Regierung sich mehrmals hinter das argentinische Team stellte, half nicht dabei, die Gerüchte zu entkräften. Israels vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchter Premier, Netanyahu, sagte, Israel hätte „keine größeren und besseren Freunde“ als Israel. Spaniens Regierung hingegen verhängte Sanktionen gegen Israel und forderte einen Ausschluss Israels aus der FIFA. Man kann sagen: Die Solidarität hat gewonnen.
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Daniel Gugger: Ein seltenes Bakterium...

888 Ein seltenes Bakterium, das im Brauchwassersystem von Cheyenne im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt worden ist, ist auf Abwasser zurückgeführt worden, das während der Inbetriebnahme von Metas KI-Rechenzentrum eingeleitet worden ist. Das Bakterium Cupriavidus gilardii wurde bei routinemäßigen Untersuchungen im Brauchwassernetz entdeckt, das ausschließlich zur Bewässerung und nicht als Trinkwasser genutzt wird. Die Behörden haben bestätigt, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung zu keinem Zeitpunkt betroffen gewesen ist und keine Erkrankungen mit dem Vorfall in Verbindung gebracht worden sind. Die Untersuchungen ergaben, dass das Abwasser aus dem sogenannten „Fill-and-Flush“-Verfahren stammte, bei dem die Leitungen des Kühlsystems vor der Inbetriebnahme gereinigt und getestet werden. Der verantwortliche Auftragnehmer verstieß nach Angaben der Stadt erheblich gegen die geltenden Vorschriften, weshalb vergleichbares Abwasser künftig außerhalb der kommunalen Anlage entsorgt werden muss. Nach umfangreichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen hat Cheyenne diese Art von Einleitung aus Rechenzentren dauerhaft untersagt. Meta hat erklärt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Unabhängige Tests im Auftrag des Unternehmens haben keine Spuren des Bakteriums gefunden. Quellen: Cheyenne Board of Public Utilities; Wyoming Tribune Eagle; Cowboy State Daily (2026). Reports on the Cheyenne reclaimed water investigation.

Daniel Gugger: Wie lange benötigt die Wahrheit...

888 Wie lange benötigt die Wahrheit, um mit der verlogenen Ehrlosigkeit aufzuräumen ? OPFER VERDIENEN GERECHTIGKEIT Katie Johnson verklagte den amtierenden Präsidenten, weil er sie vergewaltigt hatte, als sie 13 Jahre alt war, in Jeffrey Epsteins Haus in New York City, wurde aber gezwungen, den Fall fallen zu lassen, nachdem sie mehrere Morddrohungen erhalten hatte. Ihre eidesstattliche Aussage war öffentlich.

Daniel Gugger: Was für ein Zufall...

888 Was für ein Zufall: Einer der Hauptprofiteure der deutschen Senegal-Millionen ist BlackRock Nachdem sich herumgesprochen hat, dass Friedrich Merz (CDU) ein „Kanzler der Ukraine“ ist, nannte ihn AfD-Fraktionschefin Alice Weidel kürzlich im Deutschen Bundestag auch einen „Kanzler für den Senegal“. Vielleicht hätte sie präziser formulieren sollen: „BlackRock-Kanzler für den Senegal“ ? Weidel kritisierte bei einer der jüngsten Regierungsbefragungen, dass Merz ungeachtet massiver Betrugs- und Korruptionsvorwürfe weiter an der deutschen Entwicklungshilfe für das westafrikanische Land festhält. Seit 2019 belaufen sich die gesamten deutschen Hilfen für den Senegal auf rund 740 Millionen Euro. Jetzt kommt ein pikantes Detail ans Licht: Von den 2023 gezahlten deutschen Entwicklungs-Millionen flossen 170 Millionen Euro für Maßnahmen einer „gerechten Energiewende“. 118 Millionen Euro gingen direkt in den senegalesischen Staatshaushalt, der Rest wurde über eine Klima-NGO transferiert. Das größte in diesem Rahmen von Deutschland maßgeblich finanzierte Projekt ist eine 240 Kilometer lange Verkehrsverbindung, die Labé-Fongolembi-Straße. Diese dürfte allerdings nicht nur der Anbindung entlegener Regionen und Wirtschaftsräume dienen, sondern auch der Erschließung von Goldminen. Jetzt wird’s interessant: Mittelbarer Hauptprofiteur der deutschen Gelder ist der in Westafrika operierende britisch-kanadische Minen-Gigant Endeavour Mining. Der Konzern beteiligt sich übrigens nicht an den Straßenbaukosten. Größter institutioneller Einzelaktionär des Bergbauriesen ist mit 13,1 Prozent rein zufällig der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender in Deutschland war von 2016 bis März 2020 – ebenfalls rein zufällig – Friedrich Merz (CDU).