Susanne Schröter: Islamismus zeigt sich in sogenannten Einzelfällen...
https://nzz.ch/der-andere-blick/die-tolerante-gesellschaft-muss-grenzen-ziehen-dem-machtanspruch-des-islam-muss-sie-widersprechen-ld.10014642
Islamismus zeigt sich in sogenannten Einzelfällen: wenn ein Busfahrer in Bayern sein Fahrzeug stoppt, die Fahrgäste ignoriert und in aller Ruhe sein Gebet verrichtet, wenn ein Lehrer in Berlin von seinen muslimischen Schülern gemobbt wird, weil er seine Homosexualität nicht verheimlicht oder wenn Anhänger einer wegen Extremismus geschlossenen Moschee in Frankfurt regelmäßig demonstrativ die Straße blockieren, um dort zu beten. Viele Menschen bekommen dann ebenso ein Störgefühl, wie bei islamistischen Demonstrationen für ein Kalifat, bei Fällen von Geschlechtertrennung in Universitäten oder dann, wenn Muslime bei Umfragen bekunden, der Koran sei wichtiger als das Grundgesetz. Sie erahnen, dass es dabei nicht um Religion geht, deren Ausübung das Grundgesetz garantiert, sondern dass hier ein eiserner Machtanspruch demonstriert werden soll.
Der politische Islam hat diesen Machtanspruch. Seine Akteure möchten den vermeintlichen Willen Allahs ausführen und die Welt dem Islam zu unterwerfen. Europa und auch Deutschland wurden längst zu Missionsgebieten erklärt.
Man könnte solche Vorstöße verhindern, wenn man bestehende Gesetze anwendet. Das geschieht allerdings nicht, und auch die Justiz übt sich gegenüber dem Islamismus häufig in fragwürdiger Toleranz. Man kann sich fragen, wes Geistes Kind diejenigen sind, die dem Treiben islamistischer Akteure nichts entgegensetzen und Kritik sogar als antimuslimischen Rassismus delegitimieren. Der liberalen Demokratie erweisen sie in jedem Fall einen Bärendienst.
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