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Friedrich Pürner: Es sind die Tränen eines Krokodils...

Es sind die Tränen eines Krokodils. Jens Spahn ist kein geläuterter Romantiker, der plötzlich die Liebe zum Windelwechseln entdeckt hat. Er wurde schlichtweg eiskalt rasiert. Und zwar von den empörten Bürgern – und das zu Recht. Mir ist die Zukunft von Jens Spahn völlig egal. In seinem Abschied liegt auch nichts Ritterliches, Ehrfürchtiges oder sonst etwas Tolles. Ich möchte ihm auch nicht danken. Weshalb auch? Für mich ist Spahn ein eiskalter Machtpolitiker. Als Bundesgesundheitsminister in der Coronazeit wird er ein Beispiel dafür bleiben, wie kalt, erbarmungslos, ohne Empathie und Sachverstand mit den Bürgern umgegangen worden ist. Insofern ist mir seine Zukunft egal. Nun geht die Geschichte ja so, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zum Hörer gegriffen und Spahn unmissverständlich klargemacht haben soll: „Du bist weg.“ Doch hat Merz Spahn vorher noch zum Kinderglück gratuliert, wegen dessen er nun von seinem verantwortungsvollen Posten gefeuert wurde. Damit bleibt für mich nur ein Schluss: Spahn und Merz haben die Wucht dieser Thematik und die Wut der Bürger völlig unterschätzt. Spahn hat die Maskenaffäre und den Kauf seiner Luxusvilla in der Krise überstanden. Warum stürzt er jetzt? Weil er die goldene Regel der Politik gebrochen hat: Verkaufe den Leuten nichts, woran du dich selbst nicht hältst. Die CDU hat erst vor wenigen Monaten, im Februar, ein striktes Verbot der Leihmutterschaft beschlossen. Spahn hat das als Fraktionschef politisch mitgetragen. Kurz darauf fliegt er in die USA und kauft sich für teures Geld genau das ein, was seine Partei den normalen Bürgern in Deutschland verbietet. Diese unfassbare Arroganz hat die konservative Basis derart auf die Palme gebracht, dass Spahns interne Gegner das perfekte Messer in der Hand hatten, um ihn endlich loszuwerden. Aber woher kommt nur diese Arroganz von Spahn? Woher kommt der vollkommene Realitätsverlust von Spahn und Merz? Hätten sie einmal 100 Menschen aus der Gesellschaft gefragt, dann wäre die Sache klar gewesen. Würden Politiker in diesen Ämtern und Funktionen ein annähernd normales Leben führen, dann hätten sie es wissen können. Doch das ist nicht der Fall. Mandats- und Funktionsträger dieses Ranges haben sich schon längst entfernt. Sie sind überprivilegiert und haben keinen Bezug mehr zur Lebensrealität. Es geht ihnen um ihr Image und um gute Presse. Diese Vollprofis unter den Berufspolitikern schauen danach, was über sie geschrieben wird. Also werden Journalisten zur Zielgruppe ihres Tuns, denn sie schreiben ja über sie. Und so reagieren diese Politiker nicht mehr auf das, was an der Basis passiert. Diese Politiker handeln in der Hoffnung, dass exakt so über sie berichtet wird, wie sie sich selbst sehen. Und an dieser Stelle hat sich Spahn verzockt. Er hoffte wohl auf die glorreichen Bilder bunter Gazetten und Sondersendungen in den öffentlich-rechtlichen Medien über seine homosexuelle Beziehung, die nun durch ein Kind gekrönt werden sollte. Eine beispiellose Karriere mit modernem Familienglück sollte gezeigt werden. Aber das war wohl nichts. Die Wucht der Realität hat die PR-Strategie zertrümmert. Der Bürger lässt also doch nicht immer verarschen. Und das ist auch gut so!

Ute Schlieper: Stell dir vor, wie sich die Welt...

Stell dir vor, wie sich die Welt verändern würde, wenn wir den Irrsinn, den die Mächtigen erzeugen, einfach nur wahrnehmen und dann loslassen. Wenn wir unseren Blick bewusst auf das Gute und das Schöne richten, Dankbarkeit praktizieren, einander aufrichtig anlächeln und einander kraftvolle Umarmungen schenken. Stell dir vor, wir würden die Energie, die wir bisher in endlose Diskussionen über das Negative und Chaotische investieren, stattdessen in die Stille lenken. In diese Stille hinein, in der wir in uns selbst die klare Wahrheit finden. Denn die Welt verändert sich dort, wo unsere Energie fließt. Wenn wir aufhören, das Alte und Zerstörerische zu nähren, und unsere Aufmerksamkeit, unsere Worte und unsere Präsenz stattdessen dem zuwenden, was stärkt, verbindet und trägt, dann geschieht der Wandel von innen heraus. Schneller und einfacher, als es uns heute vorstellbar scheint. Weil es nie eine Frage der Macht da draußen war, sondern immer eine Frage der Energie in uns.

Julian Adrat: Spahn hat eine Funktion...

Spahn hat eine Funktion aufgeben müssen. Das ist alles. Was jeden erschrecken sollte: Mit welcher Zahnlosigkeit er angefasst wurde. Mit welcher grotesken Sanftmut reagiert wurde auf den Menschenhandel eines der top 5 mächtigsten Männer im Land, wie gar ein Großteil der Lügenpresse bis jetzt nicht aufhört zu lügen, von "Familie", von "Vätern", von "Eltern" spricht, wie ein Großteil der Lügenpresse das Verbrechen zum Anlass nahm, die Legalisierung des Babykaufs und des Missbrauchs von Frauen als Brutkasten zu fordern. Unerträglich. Bis unsere Gesellschaft den Kompass wiedererlangt, ist noch ein weiter Weg.

Markus Haintz: Hausdurchsuchung in Hamburg...

Hausdurchsuchung in Hamburg wegen vermeintlicher Volksverhetzung gegen "die Grünen" "Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt." Einem X-Nutzer wird vorgeworfen, ein Foto von einer Demonstration unter einem Beitrag mit dem Bild von Robert Habeck gepostet zu haben. Das Foto zeigt eine Frau, die den obigen Spruch auf eine Warnweste geschrieben hat. Der Hamburger erste Staatsanwalt Helfen beantragte eine Hausdurchsuchung, die Richterin am Amtsgericht Christensen-Nelthropp (Amtsgericht Hamburg) erließ den Durchsuchungsbeschluss. Beide halten die Hausdurchsuchung offenbar für verhältnismäßig und die Grünen als einen abgrenzbaren "Teil der Bevölkerung" im Sinne des § 130 StGB. Grok hat sich leider geweigert, den Spruch auf die Warnweste zu schreiben. Hatespeech und so. Er hat sich ebenfalls geweigert, folgenden Spruch zu schreiben: "Sind die Grünen ein abgrenzbarer Teil der Bevölkerung?" Auch diese Frage ist für Grok offenbar Hassrede.

Yvonne Kussmann: Guten Morgen zusammen...

Guten Morgen zusammen, in der Debatte um Leihmutterschaft sollte der Blick zuerst auf das Kind fallen und die Bürde, die diesem Menschen von Beginn an auferlegt wird. Ein Kind, das von der Mutter (aus welchem Grund auch immer) zurückgelassen wurde, wird im Leben immer wieder damit konfrontiert werden. Die Erkenntnis, dass die eigene Mutter einen nicht großziehen, umsorgen und das Leben mit einem verbringen will, macht was mit einem. Als Kind und auch als Erwachsener. Ich bin ab Tag 1 bei meinen Großeltern aufgewachsen, weil meine Mutter mich zurückgelassen hat. Trotz der bestehenden familiären Bande - meine Oma wurde für mich zur Mama - ist man, wie soll ich es nennen...wurzellos. Die Mutter ist nicht da. Das Urvertrauen ist nicht vorhanden. Durch Leihmutterschaft potenzieren sich diese Prozesse, die einen das ganze Leben begleiten. Denn die Voraussetzungen für diese Wurzellosigkeit, die einen ein Leben lang begleitet, entstanden nicht durch schicksalhafte Umstände, sondern wurden ganz bewusst geschaffen. Es ist Egoismus in seiner höchsten Form.

Wolfgang Kubicki: Ich stimme Friedrich Merz ausnahmsweise zu...

Ich stimme Friedrich Merz ausnahmsweise zu: Jens Spahns Rücktritt war unvermeidlich, weil christdemokratische Doppelmoral offenbar so lange in Ordnung ist, bis sie so gnadenlos auffliegt wie bei Jens Spahn. Die Union und Spahn hätten ihre Haltung zur Leihmutterschaft hinterfragen können und müssen. Aber eine politische Organisation, die nur auf Machterhalt aus ist, ist dazu nicht imstande. WK

Friedrich Pürner: Der Rücktritt von Jens Spahn...

Der Rücktritt von Jens Spahn ist überfällig. Respekt verdient er dafür jedenfalls nicht. Weshalb auch? Dass er jetzt plötzlich merkt, dass die Familie das Wichtigste für ihn ist – wer soll ihm das abkaufen? Vor nicht mal 24 Stunden wollte er von einem Rücktritt nichts wissen. Da hatte er doch auch schon eine Familie, oder nicht? Spahn hat schlicht gehofft, dass er sich unbeschadet in die Sommerpause rettet und danach Gras über die Sache gewachsen ist. Seine wehleidige Erklärung ist einfach nur unglaubwürdig. Wie so ziemlich alles an dieser CDU.

Jürgen Todenhöfer: Stoppt die Diskussion...

Stoppt die Diskussion um Spahns Kind! Der Junge muss ein ganzes Leben mit jedem Wort leben, das jetzt öffentlich über ihn gesagt wird. Klar: Es war ein politischer Fehler, dass Spahn im Ausland machte, was er anderen in Deutschland verbot. Das weiß er selbst. Aber ich kenne niemanden, der „ohne Sünde ist“ und das Recht hätte, „den ersten Stein zu werfen“, um jenen zu zitieren, auf den sich CDU und CSU in ihrem Namen berufen. Es gibt viel wichtigere Baustellen in Deutschland.

Manaf Hassan: Nach all den Skandalen von Jens Spahn...

Nach all den Skandalen von Jens Spahn wird er unterm Strich einfach in Elternzeit geschickt. Er tritt als Fraktionsvorsitzender selbst zurück, um sein Gesicht zu wahren, und verdient als Bundestagsabgeordneter weiterhin 11.833,47 € monatlich. So sieht Bestrafung in der Bananenrepublik Deutschland aus. Jens Spahn ist nur ein Spiegelbild seiner Partei. CDU/CSU ist voller Politiker wie Spahn.

Jan A. Karon: Der Rücktritt von Jens Spahn...

Der Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef nach der Geburt seines Kindes durch eine Leihmutter wirft für mich mehr Fragen auf, als er beantwortet. Spahn und sein Mann Daniel Funke kennen sich seit dem Frühjahr 2013. Ein Kinderwunsch entsteht nicht über Nacht. Leihmutterschaft in USA bedeutet einen langwierigen Prozess. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Beginn einer Schwangerschaft vergehen in der Regel viele Monate. Die Leihmutter von Spahns Kind war nach Medienberichten bereits im Februar 2026 etwa vier Monate schwanger. Der Embryotransfer muss daher im Herbst 2025 stattgefunden haben. Die Entscheidung für diesen Weg und der Beginn des gesamten Prozesses lagen folglich deutlich früher. Sie wurde vermutlich im Verlauf des Jahres 2025 oder sogar bereits Ende 2024 getroffen. Im Sommer 2025 geriet die schwarz-rote Koalition unter Kanzler Merz und Fraktionschef Spahn in eine Krise um die Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Es kam zu einem Aufstand der Unionsbasis, und es entbrannte eine grundsätzliche Debatte darüber, was zum christlichen Profil der CDU gehört: Lebensschutz, Menschenwürde und die Frage, wo ethische rote Linien bei Schwangerschaftsabbrüchen verlaufen. Spahn schrieb Briefe an die Fraktion, räumte ein, die Dimension der inhaltlichen Bedenken in der eigenen Fraktion unterschätzt zu haben. Zu dem Zeitpunkt muss der Embryotransfer schon festgestanden haben und Spahn im Wissen agiert haben, dass er Vater werden dürfte. Zu dem Zeitpunkt muss sich das Paar Funke/Spahn auch schon Gedanken gemacht haben, wie man die Entscheidung nach innen und außen kommunizieren wird müssen. Im Februar 2026 bekräftigte der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart: Leihmutterschaft, auch die sogenanten altruistischen Formen, sollen in Deutschland verboten bleiben. Spahn war beim Parteitag. Während all dieser Debatten schwieg er zum Thema, wohl auch gegenüber der CDU-Führungsriege. Nur wenig später, im April 2026, sorgte Spahns CDU-Parteikollege Hendrik Streeck für Aufsehen, weil mit seinem Mann über eine Leihmutter in den USA Vater geworden war. Die Berichterstattung in »Bild« und »Bunte« sorgte für heftige Kritik an Streeck, vor allem aus konservativen und kirchennahen Kreisen. Spahn schwieg, weihte weiterhin die Führungsriege nicht ein, aber muss das alles mitbekommen haben – wenige Monate, bevor sein Kind zur Welt kam, nachdem er (oder sein Partner) für ein 20-Wochen-Ultraschall in den USA gewesen sein müssen und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Fehlgeburt sehr unwahrscheinlich wird (in den ersten 2.5 Monaten ist sie sehr hoch). Mitte Juli 2026, kurz vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause, wird die Geburt des gemeinsamen Sohnes dann über eine Homestory von Tanja May in der »Bild«-Zeitung publik gemacht: mit Fotos und dem bekannten sentimentalen Duktus. Spahn und Funke (der übrigens Kommunikationsexperte ist) mussten sich zu diesem Zeitpunkt, nach dem Streeck-Fall und dem klaren Parteitagsbeschluss, der politischen Brisanz ihres Schrittes bewusst gewesen sein. Und entscheiden sich, aus den USA, für eine Veröffentlichung, die rückblickend fast schon wie »ragebait« wirkt – und breite Kritik auf sich zieht, die von rechtskonservativen über radikalfeministische, katholische Akteure und die Unionsbasis bis zu linken Stimmen reicht. Ich verstehe schlichtweg nicht, was sich Spahn angesichts solcher einer Kommunikation erwartet haben soll. Ein Politiker seiner Gewichtsklasse, der sich trotz zahlreicher Skandale an der Macht halten konnte, weiß doch, welche Debatte er auslöst, wenn er als Fraktionschef der CDU wenige Monate nach dem eigenen Parteitagsbeschluss gegen Leihmutterschaft mit einer solchen Geschichte in dieser Form an die Öffentlichkeit geht. Dabei handelt es sich auch nicht um einen Politikanfänger, sondern um jemanden, der sehr kalkulierend ist. Mir kann doch niemand erzählen, dass jemand wie er mit seiner Vorgeschichte, »die Lage falsch einschätzt« oder »von den Reaktionen überrollt« wird. Vielmehr beschleicht einen das Gefühl, dass an dieser Timeline doch deutlich wird, dass der Rückzug ab einem gewissen Zeitpunkt zumindest teilkalkuliert gewesen sein muss, hingenommen wurde oder es andere Beweggründe gab, diesen Schritt so nicht-zu-kommunizieren. Das ist reine Spekulation meinerseits und nicht gesourct, aber umso länger ich über die Zeit Spahns als Fraktionschef, seine politische Karriere und das Handling dieser Leihmutterschaftsnummer nachdenke, desto mehr erscheint mir alles sehr, sehr schräg.

Petr Bystron: Grüne in meiner Heimatstadt München...

Grüne in meiner Heimatstadt München nageln Brunnen zu, verbieten den Bürgern ihren Rasen zu sprengen, ihr Auto zu waschen und – falls sie einen haben – ihr Swimmingpool zu befüllen ... Was Grüne nicht wissen: In Städten wie München braucht man beim normalen Wasserkreislauf kaum Wasser zu sparen, weil das Wasser nicht „verbraucht“, sondern nur genutzt und danach wieder gereinigt ins System zurückgeführt wird.
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